Schwierige Situationen im Pflegealltag der Pflegekräfte meistern

Ekel- und Schamgefühle in der Pflege auf sind im Pflegealltag nichts seltenes. Als ganz normale Reaktion auf unangenehme Situationen geht der Körper in eine Art Flucht über. Doch in der Pflege ist das nicht möglich - daher ist hier das Erlernen eines optimalen Umgangs damit erforderlich.

Ekel und Scham

Ekel – ein Gefühl, das jedem Menschen gut bekannt ist. Denn es ist teilweise angeboren und soll uns Menschen instinktiv vor ungesunden oder möglicherweise gefährlichen Substanzen schützen. Zudem werden Ekelgefühle durch unterschiedliche kulturelle Verhaltensnormen erlernt – als eine Art Schutz vor Ansteckung und Erkrankung. Aber auch die eigene Einstellung und Wahrnehmung von Situationen spielt dabei eine große Rolle.

Die Auslöser nehmen eine ganze Bandbreite ein – Gerüche, Extremitäten, Tiere, bestimmte Speisen, verschiedene Geräusche oder Konsistenzen von Substanzen – alles kann Ekel erzeugen. Aber auch sexuelle oder als unanständig empfundenen Handlungen können Ekelgefühle hervorrufen. Nicht selten gehen solche Situationen mit einem Schamgefühl der Betroffenen einher – insbesondere dann, wenn die eigene Intim- und Privatsphäre gestört wird oder wir unser eigenes Verhalten als unangemessen bewerten.

Der Körper reagiert auf diese Auslöser und wehrt sich mit einer physiologischen Reaktion dagegen. Dies spiegelt sich nicht nur in der Mimik und Gestik wider, sondern bspw. auch durch eine Röte auf der Haut. Darüber hinaus geht der Körper in eine Fluchtreaktion über – man will der Situation entfliehen.

Doch in der Pflege sind solche Situationen, in denen Ekel- und Schamgefühle aufkommen können, an der Tagesordnung. Hier kann nicht einfach geflohen werden – hier gilt es vielmehr: Lernen, mit diesen Gegebenheiten gut umgehen zu können.

Überblick – Ekelerregende und schambesetzte Situationen in der Pflege

Tipps zum Umgang mit Ekel und Scham

Ekel kann demnach nicht einfach abgestellt werden, allerdings können durch den regelmäßigen Umgang Effekte der Gewöhnung eintreten. Das heißt, dass das Ekel-Gefühl zwar nach wie vor besteht, der Körper allerdings kontrollierter damit umgehen kann.

Hier gibt es ein paar Tipps, um das Ekel-Gefühl zum einen im Vorfeld zu vermindern und zum anderen besser mit Ekel umgehen zu können.

Faktenblatt Schwierige Situationen meistern