PFLEX.live am 08.06.2021: Welche Unterstützungsangebote bietet die BGW? Wohin wende ich mich als ambulanter Pflegedienst, wenn ich Hilfe benötige?

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege bietet ihren versicherten Unternehmen eine große Bandbreite an Unterstützungsmöglichkeiten. Gerade die ambulante Pflege, in der viele verschiedene Belastungen vorhanden sind, kann sich hier auf verschiedene Unterstützungsangebote zurückbesinnen, wie uns Frau Margret Schönberner, Präventionsberaterin der BGW, in der PFLEX.live-Runde vorstellte.

Nach einer kleinen Vorstellungsrunde und die Abfrage der Vorerfahrungen ging es auch schon los: Frau Margret Schönberner, Präventionsberaterin der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, stellte die Angebote der BGW vor. Die BGW ist in die Gesetzliche Unfallversicherung eingegliedert und steht den versicherten Unternehmen bzw. Versicherten durch Prävention, Rehabilitation und mit Entschädigungsleistungen zur Seite. Die Aufgaben der BGW erstrecken sich dabei auf die Felder Prävention und Rehabilitation von Berufskrankheiten, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und Arbeitsunfällen.

Dafür bietet die BGW viele verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Handreichungen und Checklisten zum Erstellen einer Gefährdungsbeurteilung (psychischer Belastungen). Gerade diese ist notwendig, um Gefährdungspotenziale im Arbeitsalltag der ambulanten Pflege adäquat abschätzen zu können und wirksame Maßnahmen abzuleiten. Das Branchenportal für die Pflege befindet sich unter https://www.bgw-online.de/DE/Home/Branchen/Pflege/pflege_node. Und weitere Informationen zur Arbeitssicherheit befinden sich unter https://www.bgw-online.de/DE/Arbeitssicherheit-Gesundheitsschutz/Sichere-Seiten/Pflege/Pflege.html.

Auch bei Extremerlebnissen, die psychisch sehr belastend sind, bietet die BGW Hilfe an. Beispielsweise stellt sie einen Krisen- bzw. Notfallplan bei Gewalterlebnissen, aber auch Präventionsschriften und -seminare zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es zur Hilfe nach Extremerlebnissen u.a. eine telefonisch-psychologische Beratung.

Zum Abschluss beleuchtete Frau Schönberner noch den Hautschutz bzw. die Hilfsangebote bei Hauterkrankungen. Gerade in der Pflege ist die richtige Pflege der Haut ein essentieller Bestandteil des Arbeitsalltags, da hier die Feuchtigkeit der Hauptrisikofaktor für Hauterkrankungen an bspw. den Händen ist. Daher stellt die BGW einen Hautschutzplan für die versicherten Unternehmen zur Verfügung, um Folgen wie Abnutzungsekzeme zu verhindern.

Wir danken an dieser Stelle Frau Margret Schönberner von der BGW für die spannenden Impulse und das Beleuchten der verschiedenen Hilfsangebote und freuen uns auch sehr über die rege Beteiligung aller Teilnehmenden!