Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind in der ambulanten Pflege gleich mehrfach zu spüren.
Angesichts des Grundsatzes „ambulant vor stationär, der im SGB XII § 13 Abs. 1 der Sozialversicherung verankert ist, wird diese Tatsache verschärft.
Hieraus resultiert eine unmittelbare Mehrbelastung für Mitarbeitende der ambulanten Pflegeunternehmen.
Quellen:
[1] Statistisches Bundesamt (Destatis). (Hrsg.) (2019). Bevölkerung im Wandel - Annahmen und Ergebnisse der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt.
[2] Bundesministerium für Gesundheit (BMG). (Hrsg.). (2019). Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung. Stand Mai 2019. Bonn: Bundesministerium für Gesundheit, 1-16.
[3] Schat, H. D. & Richenhagen, G. (2015). Arbeitsfähigkeit und Arbeitszeit in der stationären
Altenpflege – St. Gereon Seniorendienste. Zeitschrift für Arbeitswissenschaft 69(1), 3-10.
Doi.10.1007/BF03373936
[4] Dietrich, U., Rößler, M., Bellmann, M & Kirch, W. (2015). Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Altenpflege. Unter besonderer Berücksichtigung der Pflege dementer Menschen. Prävention und Gesundheitsförderung 10(1), 3-10. Doi.10.1007/s11553-014-0458-x
[5] Brütting, M., Hermanns, I., Nienhaus, A., & Ellegast, R. (2017). Muskel-Skelett-Belastungen beim Schieben und Ziehen von Krankenbetten und Rollstühlen. Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 67(2), 64-77. Doi.10.1007/s40664-016-0150-4
[6] Schroeder, W. (2018). Interessenvertretung in der Altenpflege. Zwischen Staatszentrierung
und Selbstorganisation. Wiesbaden: Springer Fachmedien.
[7] Robert Koch-Institut (Hrsg.). (2015). Gesundheit in Deutschland. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. Berlin: RKI. Doi.10.25646/3173
[8] Flaspöler, E. & Neitzner, I. (2018). Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen. Ausführliches Branchenbild aus dem Risikoobservatorium der DGUV. Sankt Augustin: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA).
Durch die benannten Herausforderungen verzeichnet insbesondere die Pflegebranche im Berufsgruppenvergleich mit durchschnittlich 27.2 AU-Tagen je Beschäftigten hohe krankheitsbedingte Fehlzeiten [1, 2]. Die Pflegebranche befindet sich damit unter den zehn Berufsgruppen mit den höchsten Arbeitsunfähigkeitstagen [3].
Vordergründig sind hierfür Muskel-Skelett-Erkrankungen verantwortlich, die fast ein Fünftel der AU-Tage in der (Alten)-Pflege ausmachen. Mit einer Falldauer von 24.6 Tagen sorgen sie gegenüber dem Durchschnitt (18.2 AU-Tage je Fall) für lange Abwesenheit in der Pflege [1, 4]. Besonders Rücken- sowie Nacken- und Schulterschmerzen liegen hierbei an der Spitze [1, 4].
Unter
https://www.inqa.de/SharedDocs/downloads/praxislernort-pflege.pdf?__blob=publicationFile&v=4
können Sie sich die Broschüre Praxislernort Pflege - Anleiten zu einer gesundheitsgerechten Arbeit in der Pflege kostenfrei herunterladen.
Inhalte sind u.a.:
Quellen:
[1] Kliner, K., Rennert, D., Richter, M., & Bogai, D. (Hrsg.). (2017). Gesundheit und Arbeit - Blickpunkt Gesundheitswesen: BKK Gesundheitsatlas 2017. Berlin: MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
[2] Knieps, F. & Pfaff, H. (Hrsg.). (2018). Arbeit und Gesundheit Generation 50+. Zahlen, Daten, Fakten. BKK Gesundheitsreport 2018. Berlin: MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft und BKK Dachverband e.V.
[3] Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) & Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). (2018). Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Berichtsjahr 2017. Unfallverhütungsbericht Arbeit. Dortmund, Berlin, Dresden: BMAS, BAuA.
[4] Meyer, M., Wenzel, J., & Schenkel, A. (2018). Krankheitsbedingte Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft im Jahr 2017. In: B. Badura, A. Ducki, H. Schröder, J. Klose, & M. Meyer (Hrsg.). Fehlzeiten-Report 2018. Sinn erleben – Arbeit und Gesundheit (S. 331-536). Berlin Heidelberg: Springer.
[5] Flaspöler, E. & Neitzner, I. (2018). Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen. Ausführliches Branchenbild aus dem Risikoobservatorium der DGUV. Sankt Augustin: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA).
[6] Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). (2014). Faktenblatt 10. Arbeit in der Pflege - Arbeit am Limit? - Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche. Dortmund: BAuA.
[7] Hämmig, O. (2018). Gesundheit von Beschäftigten in Gesundheitsberufen. Zürich: Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich.
[8] Büscher, A. & Horn, A. (2010). Bestandsaufnahme zur Situation in der ambulanten Pflege – Ergebnisse einer Expertenbefragung. Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW).